Petit Lion 2026: Die Turnierserie ging zu Ende

Am Samstag, dem 19. September, ging in Rethen die Petit-Lion-Serie 2026 zu Ende. Vier Turniertage waren es in diesem Jahr, knapp 30 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil – einige von ihnen gleich mehrfach. Das Teilnehmerfeld hätte kaum eindrucksvoller vor Augen führen können, was den Boulesport auszeichnet: Die Jüngsten waren gerade sechs Jahre alt, die ältesten Jugendlichen 17. Ihnen gegenüber standen Erwachsene zwischen 18 und mehr als 75 Jahren. Kaum ein anderer Sport macht das Nebeneinander der Generationen derart selbstverständlich.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings. Der dritte von ursprünglich fünf Terminen musste wegen zu wenigen Teilnehmer*innen in den Sommerferien abgesagt werden. Dem SVD Auhagen, der erneut als Ausrichter bereitstand, gilt dennoch der ausdrückliche Dank der Organisatoren.

Zum Abschluss in Rethen gingen neun Mannschaften an den Start. In jedem Team spielte ein Kind des TSV Rethen – ein erfreuliches Zeichen für die Nachwuchsarbeit des Vereins, auch wenn man sich künftig durchaus noch mehr Teilnehmer aus anderen Vereinen wünscht. Bei den Erwachsenen war die regionale Vielfalt größer: Spieler aus Nenndorf, Alfeld und Hämelerwald ergänzten das Feld.

Das Turnier in Rethen war weniger ein Nachwuchsturnier im herkömmlichen Sinne, sondern ein Wettkampf, bei dem sportlicher Ehrgeiz und gegenseitige Achtung problemlos nebeneinander Platz fanden. Von der ersten Partie an wurde konzentriert und auf hohem Niveau gespielt. Zugleich blieb die Atmosphäre geprägt von Fairness und Freundschaft – eine Mischung, die den besonderen Charakter des Petit Lion ausmacht.

Nach vier Runden im Schweizer System durfte sich schließlich Tim Lehmann über den Sieg freuen. Nach einem zweiten Platz in Nenndorf und Rang drei in Lathen hatte es für den ersehnten Turniererfolg nun endlich gereicht. In Rethen trat Tim gemeinsam mit Uwe Ahrens an. Den zweiten Platz belegten Lennard Anke und Sven Schlüter, die sich lediglich den späteren Siegern geschlagen geben mussten. Rang drei ging an Jasmin Hänsel und Oliver Hahlbohm.

Der eigentliche Gewinn der Serie lässt sich jedoch nicht allein in Platzierungen und Pokalen bemessen. Besonders erfreulich ist, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche in diesem Jahr ihre ersten Erfahrungen bei einem Turnier sammeln konnten. Für manche war es der erste Schritt vom Spielen auf dem heimischen Platz in den organisierten Wettkampf.

Wenn sie im kommenden Jahr wiederkommen, wäre damit bereits viel erreicht. Denn beim Boule zählt nicht nur, wer am Ende vorne liegt. Es zählt ebenso, wer bleibt, wer wiederkommt – und wer andere für das Spiel gewinnt.

Ein herzlicher Dank geht nach Wilhelmshaven, Nenndorf, Auhagen, Lathen und Rethen für die Förderung den jungen Petanque Spielrinnen und Spieler.

Wer sich hier im nächsten Jahr einbringen möchte, kann sich gerne unter anmeldung-jugend@petanque-npv.de melden.