Gemeinsames Jugendtraining mit NRW

1.Gemeinsames Jugendtraining im Jahr 2013 mit NRW und NiSa

Am 12.01. und 13.01.2013 fand das erste gemeinsame Trainingswochenende des Jahres mit den Landesverbänden NiSa und NRW in Essen statt. Das Training leitete der Bundestrainer Bernd Wormer.

Freitagabend trafen sich alle Teilnehmer gegen 18:00 Uhr in der Jugendherberge  Essen – Werden.  Nach der Begrüßung wurden die Zimmer belegt und es gab ein gemeinsames Abendessen in der Jugendherberge, das die Kinder dazu nutzten, um sich auszutauschen und die Neuen zu beschnuppern.

Dirk Beckschulte und Sven Lübbke hatten im vergangenen Jahr an einem Coachingseminar des DPV teilgenommen, das Bernd Wormer leitete. Dabei entstand die Idee, das Trainingswochenende der Jugend am Abend mit Theorie zu füllen. Bernd war sofort bereit, dies zu übernehmen und so startete der Trainingslehrgang am Freitagabend um 20:00 Uhr mit dem Thema, was ist Coaching?

Die Kinder und Jugendlichen waren begeistert bei der Sache und füllten Fragebögen aus, die danach besprochen wurden. Im Anschluss wurde in die Diskussion eingestiegen, was ist Coaching, warum steht da einer und wie kann man diesen vierten Mann oder Frau sinnvoll einbinden. Welche Hilfestellung kann ich erwarten, was darf der Coach und wie kann er uns helfen.

Die Jugendlichen waren mit Feuereifer dabei und arbeiteten sehr ernsthaft und diszipliniert an diesem Thema mit. Gegen 22:00 Uhr endete der erste Teil und die Jugendlichen begaben sich auf ihre Zimmer.

Samstagmorgen 08:00 Uhr trafen sich alle zum Frühstück, gegen 09:00 Uhr war die Abfahrt zur Boulehalle in Essen- Kettwig.

Die neue Boulehalle in Essen war bestens von den Essenern vorbereitet worden. Die Jugendlichen wärmten sich unter Anleitung von Bernd Wormer auf, währenddessen bauten die Helfer und Betreuer die unterschiedlichsten Ateliers auf. Schwerpunkt des Trainingswochenendes waren Lege- und Taktikübungen.

Die Jugendlichen waren in Dreiergruppen eingeteilt worden und durchliefen die unterschiedlichen Ateliers. Bernd Wormer bekam von Dirk und mir immer drei Teilnehmer geschickt, mit denen Bernd an einer Taktikstation arbeitete. Sie bekamen alle die gleiche Aufgabe gestellt, alle drei mussten dann ihre Lösungsvorschläge diskutieren, wobei die Zeitregel außer Kraft gesetzt war. Im Anschluss wurde dann von jedem versucht, seine Taktikvorgabe mit seinen beiden Kugeln zu lösen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden neue Ateliers aufgebaut, die wieder von allen Spielern zu absolvieren waren.

Gegen 18:00 Uhr wurde der Praxisteil beendet und es ging zum Abendessen zum Griechen.

Um 20:30 Uhr wurde der zweite Theorieblock begonnen. Sandra Schneider aus NRW übernahm die Betreuung der vier jüngsten Teilnehmer, sie spielten Tischtennis und Montagsmaler, da sie noch ein bisschen zu jung sind,  für das, was die Älteren dann erarbeiten durften.

Bernd Wormer arbeitet bei der dpj mit einer Mentaltrainerin zusammen. Martina Feistel war zufällig in der Nähe von Essen und hatte sich spontan bereit erklärt, mit den Jugendlichen das Thema Mentaltraining anzugehen.

Nicht nur die Jugendlichen waren gespannt darauf, zu erfahren, was es mit der mentalen Einstellung auf sich hat, auch die anwesenden Betreuer platzten vor Neugierde.

Martina Feistel arbeitete mit den Jugendlichen daran, was das Gehirn beeinflusst und wie man das Gehirn steuern und lenken kann. Wie kann man mit positiven Stimmungen das Spiel verbessern und wie lassen sich negative Strömungen vermeiden, was kann man tun, um sich – nach negativen Spielsituationen – wieder neu zu motivieren? Welche Ziele man hat und wie lassen sich diese Ziele erreichen und verwirklichen?

Die Jugendlichen arbeiteten konzentriert mit, aber auch die Betreuer hingen an den Lippen von Martina. Sie schaffte es, trotz der späten Stunde die Kinder zu begeistern.

Ich war begeistert von ihrem, leider viel zu kurzem Auftritt und überlege gerade, wie man Mentaltrainer in unserem Sport mehr einbinden kann, denn gerade beim Petanquesport ist meiner Meinung nach die mentale Stärke ein wichtiger Punkt.

Vielen Dank an Martina Feistel, die ihre Freizeit geopfert hat, um uns einen Einblick in ihre Arbeit zu geben.

Um 22:30 Uhr endete der zweite Theorieteil und die Jugendlichen gingen erschöpft ins Bett.

Sonntag, der ganz normale Wahnsinn, 08:00 Uhr Frühstück, Betten abziehen, Zimmer klar Schiff machen, Sachen packen und Abfahrt zur Halle um 09:00 Uhr.

Das Aufwärmprogramm leitete der Jugendsprecher in NRW Moritz Leibelt, so dass die Betreuer wieder Zeit fanden, neue Ateliers aufzubauen.

Es ging natürlich getreu dem Motto: Legen, Legen, Legen weiter mit Legeübungen!

Nach einer Pizza zum Mittagessen wurde das gemeinsame Trainings-wochenende um 13:30 Uhr beendet.

Die Halle wurde aufgeräumt, das Trainingsmaterial verstaut und Bernd Wormer beendete mit einer kleinen Rede das Wochenende.

Im Anschluss überreichten der Jugendsprecher Milan Seehausen und ich an den noch amtierenden Jugendwart NRW Dirk Beckschulte und den Kaderbeauftragten Jugend NRW Michael Vierhaus ein kleines Abschiedspräsent. Sie beide beenden in diesem Jahr ihre Arbeit beim NRW -Verband. Es wurden orangefarbene NiSa – Trikots mit den Unterschriften aller in den vergangenen Jahren spielenden Jugendspielern überreicht, dazu eine Flasche Wein.

Ich selbst habe von den Beiden in den letzten Jahren sehr profitiert, sie haben mir den Einstieg in die Jugendarbeit sehr erleichtert, mir geholfen Strukturen und Trainingsangebote zu schaffen.

Die Zusammenarbeit erstreckte sich nicht nur auf gemeinsame Jugendtrainings-veranstaltungen, sondern ging weit darüber hinaus.

Auch die Jugendlichen der beiden Verbände schlossen Freundschaften und planten private Veranstaltungen, all dies war von uns so gewollt. Trotz dieser Freundschaften war auf beiden Seiten der sportliche Erfolg für die Jugendlichen immer vordergründig, es wurde um jeden Punkt gekämpft und gestritten. Nach den Spielen wurden die Freundschaften sofort wiederbelebt, neue Spieler immer und immer wieder integriert und akzeptiert.

Die gemeinsame Jugendarbeit der beiden Verbände war bisher sehr fruchtbar für beide Seiten, ich bedaure sehr, dass die beiden ihre tolle Arbeit in NRW nicht weiter führen.

Die Zusammenarbeit der beiden konkurrierenden Jugendverbände ist, so glaube ich, beispiellos in Deutschland.  

Zum Schluss noch ein großes Lob an die Verantwortlichen in Essen, ihr wart ein Super – Team und habt uns unterstützt, wo es nur ging, die Halle war super vorbereitet und im Laufe des Wochenendes wurden keine Wünsche offen gelassen. Vielen, vielen Dank dafür!!!

Sven Lübbke

Jugendwart