NPV-Pokal: Das Final-Four

Am letzten Samstag fand das Final-Four in Essel statt. Im ersten Halbfinale traten die jeweils ersten Teams des 1. Bouleclubs Hameln „The Bouletown Rats“ gegen die Spielgemeinschaft aus Bremen-Findorff an, im zweiten Halbfinale spielte der Pétanque-Club Jever gegen die SG Letter 05.

Bei überwiegend trockenem Wetter mit eisigem Wind wurde Zuschauer*innen und Spieler*innen einiges abverlangt. Glücklicherweise kam der heftige Regen erst nach Spielende.

HF 1: Hameln gegen Findorff

Nach einem ausgeglichen 3:3 nach den Têtes gingen die Teams motiviert in die Doubletten, die dann Hameln mit 4:2 für sich entscheiden konnte. Für Findorff musste ein Sieg beider Tripletten her, was nicht gelang. Etwas enttäuschend für Findorff endet die Triplette-Runde mit 3:3, wobei das letzte Triplette spannend mit zeitlicher Überlänge und Punkt für Punkt gespielt wurde . Mit einem 10:8 stand dann Hameln als Finalist fest.

HF 2: Jever gegen Letter

Mit einem deutlichen 5:1-Start bei den Têtes wurden die Weichen gestellt – die knappen Ergebnisse (13:10, 13:11 und 13:12) zeigen, dass es auch anders hätte aussehen können. Bei den Doubletten wendete sich das Blatt: Letter holte ein 4:2. Jever reichte nun der Sieg in einem Triplette, um ins Finale einzuziehen. Ein echter Sieger gibt sich mit einem „reichte“ nicht zufrieden und so stand es nach spannenden Spielen am Ende 13:5.

Beide Teams hatten jetzt eine laaaange Mittagspause, denn das HF 1 spielte immer noch die Tripletten als „Hängepartien“.

Spiel um Platz 3: Findorff gegen Letter

Gespielt wurde im Ligamodus mit 50 Min Zeitbegrenzung + 2 Aufnahmen. Die Mixte-Triplette wurde eine Fanny gegen die SG Findorff, die andere Triplette gewann Findorff mit 11:6. Alle drei Doubletten holte sich die SG Letter und das Spiel endete 1:4. Herzlichen Glückwunsch an die SG Letter zum 3. Platz im NPV-Pokal 2026.

Finale: Hameln gegen Jever

Mit Hameln betrat ein neues Team die Bühne des Final Fours: In 2023 und 2024 in den Hauptrunden ausgeschieden, verlor man im letzten Jahr das Viertelfinale gegen „die Krähen“. Gefühlt trat also David gegen Goliath an. Und tatsächlich ließ sich Hameln nicht einschüchtern: In drei knappen Têtes zeigte das Team, dass sie keine Angst vor dem Niedersachsenmeister hatten. Mit einem denkbar knappen 12:13 hätte es auch ausgeglichen stehen können, aber die Têtes endeten 2:4 für Jever. Der Favorit hatte sich das wohl leichter gedacht… So begann Jever in alle Doubletten dann auch mit teilweise deutlichem Rückstand, konnte die Spiele aber immer wieder drehen. Nachdem das erste Doublette gewonnen war, zog das Mixte nach. Alle Augen waren nun auf das letzte Doublette mit Burkhard & Jannis gegen Michael & Jockel gerichtet. Verlöre Hameln, wäre das Finale beendet und die Tripletten bräuchten nicht gespielt zu werden. Und genauso kam es… In einem spannenden Boulekrimi, bei dem es nur Punkt um Punkt vorwärts ging, legte Michael immer wieder die Kugel an die Sau und zwang zum Schuss, der dann oft genug nur im 2. Versuch gelang. Mit einem 12:13 und in letzter Minute vor dem großen Regen musste sich Hameln dann geschlagen geben und Jever holte sich das „rettende“ Doublette zu einem 2:10 und damit auch den Pokalsieg 2026.

Ein tolles spannendes Spiel! Beiden Teams herzlichen Glückwunsch: An Hameln für den gelungenen Einstieg in die Final Four, an Jever für den Gewinn des Pokals und damit des Doubles Niedersachsenmeister und Pokalsieger 2026.

Herzlichen Dank auch an den Ausrichter SV Essel – es war alles perfekt vorbereitet, gutes, leckeres und wirklich ausreichendes Catering. Vielen Dank auch an den Schiedsrichter Roland Krings, der den Tag tapfer alleine durchhielt. Und natürlich an den Pokalausschuss mit Andre Reinhart, Soeren Voigt und Tanja Hanebuth, der damit die diesjährige Pokalsaison erfolgreich zu Ende brachte.

gez. Romi Rohlfs